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Das Ereignis

von John Clancy

mit Praxenknecht und ohne Blaskapelle

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Rauminstallation & Regie | Alexandra Wilke

Schauspiel | Markus Westphal

Premiere 10.Dezember 2022 Bühne Vereinshaus Prissian

Das Ereignis ist ein Stück über die Welt als Bühne, und die Bühne als Welt. Über Verabredung, Konventionen, Wahrheit und Lüge, über Wandel und Wahl, über den sich überunslegenden orwellschen Nebel einer Demenz, der jeden Winkel, jede Windung, des modernen menschlichen Zusammenlebens und Geistes zu erreichen scheint, es ist ein Stück über Gemeinschaft, über Freundschaft… und das, was am Ende bleibt.

„Im Mittelalter hätte er keinen Anspruch auf ein Grab in geweihter Erde gehabt. Der Mann lächelt den Fremden zu. Ein paar Fremde lächeln nicht zurück. Das ist ihr gutes Recht. Der Mann lächelt in die Dunkelheit. Ein Mann, Auge in Auge mit lauter Fremden, allein und mit nichts bewaffnet als auswendig gelernten Worten, kann nicht hoffen, mehr zu tun als das. Ein seltsamer Job.“

Strahlender Untergang

von Christoph Ransmayr

Ein Entwässerungsprojekt oder die Entdeckung des Wesentlichen

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UA Uraufführung - Eine theatrale Performance mit Praxenknecht

Premiere 24.09.22 - Lana - Kunsthalle West - 20.00 Uhr

25.09.22 - Prissian - Musikpavillon - 20:00 Uhr

29.09.22 - Verdins - Atellier Auer - 20:00 Uhr

30.09.22 - Prissian - Musikpavillon - 20:00 Uhr

01.10.22 - Prissian - Musikpavillon - 20:00 Uhr

02.10.22 - Prissian - Musikpavillon - 20:00 Uhr

09.11.22 - Meran - KunstMeran - 20:00 Uhr

10.11.22 - Bozen - Captain Kehl´s -20 Uhr

19.11.22 - Neumarkt - HOSPIZ LIVE at Kulturzentrum Point - 20 Uhr

 

Rauminstallation & Regie | Alexandra Wilke

Schauspiel | Markus Westphal

Soundingenieur | Manuel Oberka

Videoartist | Martin Demetz

 

Was tun um den Planeten zu retten?

Suizidkunst in der Wüste machen!

Wir schreiben das Jahr 2022. Eine Gruppierung, die sich selbst "Die neue Wissenschaft" nennt, hat in
Zusammenarbeit mit den Weltregierungen den bereits in Ausführung befindlichen Plan zur organisierten
Auslöschung der Menschheit entwickelt.
Diese von den Vertretern der neuen Wissenschaft propagierte Vorwegnahme des Unausweichlichen, die
laut Projektvorschrift in vollkommener Isolation stattzufinden hat, dient dem Zweck der individuellen
Selbsterkenntnis, frei von jeder Ablenkung, im und durch den Untergang.
"Den wenn dies, das letzte und einzige wäre, das der Verschwindende weiß, hätte die neue Wissenschaft,
das Ziel ihrer Anstrengungen schon erreicht: Ich bin es, ich, der da untergeht."
Deshalb wurden und werden, im Gebiet der Sahara, gigantische Terrarien angelegt. Geometrische Ebenen
aus Steinen und Sand, durch vier Meter hohe Aluminiumwände von der restlichen Wüste abgeschlossen.
Völlig leer, frei von Tieren, Wasser und Bewuchs.
"Das antizipierte Bild der Zukunft."
Auf jahrmarktähnlichen Veranstaltungen, werben die Stimmführer der neuen Wissenschaft um
Freiwillige, Lebensmüde, ganz gewöhnliche Menschen, die zum Wunschdatum mittels eines
Hubschraubers im Zentrum des Terrariums ausgesetzt, bei 50° Celsius und 10% Luftfeuchtigkeit, ohne
Bedauern und Zögern, ihrem raschen Untergang entgegenwandeln.
"Zwei Tage hat es geheißen, allerhöchstens ein paar Stunden mehr, bis zum hyperosmolaren Koma. Und
dann, Halluzinationen, Bewusstlosigkeit, Schmerzfreiheit, Herzstillstand, Denkstopp, aus. So einfach ist
das."

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13.01.23 Neujahrsempfang WBG - Paulikloster - Brandenburg an der Havel

 

Premiere 09.09.22

Derniere 10.09.22

Ein theatraler Spaziergang durch ein Neubaugebiet in Brandenburg an der Havel gefördert durch die WBG Brandenburg von und mit Alexandra Wilke und Michelle Schmidt.

Schauspiel & Regie | Alexandra Wilke und Michelle Schmidt

Dramaturgie & künstlerische Beratung | Detlef Franke

Fotoausstellung | Martin Maleschka

In Kooperation mit der Jukofa Brandenburg

"Sommer im Neubaugebiet, ich sitze auf meinem Balkon. Das Radio spielt Musik und kalt und grau steht der Beton". ( Olaf Schubert/Dekadenz) Frau Schmidt und Frau Wilke erzählen Geschichten von sich und anderen Menschen die im Sozialistischen Neubaugebiet aufgewachsen sind und wie sie später die Wendejahre dort erlebten.

In Zeit baden - über die Schönheit des Moments in Geh-Zeiten reflektierten Wahnsinns

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Premiere 2.Juli 2022 

Text & Regie | Alexandra Wilke
Ausstattung | Sandra Hammermüller

Theaterpädagogik | Lisa Jäger

Landschaftstheater mit dem Sandsteinspiele e.V.

 

Tenner ist Zeitforscher und geht der dringenden Frage nach, wie es wohl möglich wäre einen schönen Moment zu fassen und ihn für immer festzuhalten.

Schöne Momente sind nämlich, das ist ja bekannt, sehr sensibel und scheu wie Rehe.

In seinem Forschungsdrang paktiert er mit dem Zeitgeist, welcher ihn zu den Geheimnissen eines schönen Momentes führen soll. Doch der Zeitgeist fordert eine Gegenleistung – Tenners Zeit.

Bei dem Versuch den perfekten Moment zu erhaschen reist der Forscher durch die Zeit und merkt dabei nicht wie der Zeitgeist die schönsten Erinnerungen verschlingt...

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Recherche

Mann verschwindet

gefördert durch die Sächsische Aufbaubank-Förderhilfen

Protagonist | Detlef Westphal

Text | Johanna Kaptein

Soundkunst | Jari van Gohl

Audiovisuelles | Andreas Lichtwald

Fotografie und Dramaturgie | Detlef Franke

Modellbau | Hanna Ewerszumrode

Schauspiel | Markus Westphal | Melanie Schmidli

Regie und Konzeption | Alexandra Wilke

Mann verschwindet

Noch nicht heimgegangen; in ein Heim gegangen. Mit amtlichem Brief und Siegel aus der eigenen Behausung (end-)gültig geworfen. Ein Mann im „vierten Alter“ 1 mit Handicap (Parkinson). Verbeamteter Ordnungshüter ohne Familienbande und einem Faible für das Wetten auf den Ausgang von Pferderennen findet zufällig die hier Recherchierende.

Ebendiese, der das Alter fern schien, verharrte davor mainstreamig im Assoziationsraum „Jung“.

Jetzt, unmittelbar konfrontiert mit Fragen, was es für Konsequenzen zeitigt in einer Gesellschaft zu altern, die ausschließlich „junge“ Attribute (Flexibilität, Mobilität etc.) einzufordern scheint, macht sich Ratlosigkeit breit.

Wo sind die Rollenideen für diese Generation der „Alten“? Woher meine Angst vorm älter werden?

Was passiert mir und einer Gesellschaft, wo das, was für Jüngere gilt auch für die „Alten“ zur Norm geworden scheint? Wollen und machen dann „alle“ ihr Leben lang dasselbe? Was blüht mir, dem Pferdenarr und einer Gesellschaft, die das „Schicksal“ derer, die aus dieser „Norm“ fallen weitgehend ignoriert? Verleugnen wir uns selbst, wenn uns das nicht kümmert?

Mehr als genug Gründe dem Debattenraum „alternde Gesellschaft“ eine theatrale Komponente hinzuzufügen. Diese basiert auf eine, sich wechselseitig aufeinander beziehende, zweigleisige RECHERCHE: ein kleines Team (Recherchierende/Regisseurin, Autorin, Dramarturg, Sounddesigner, Filmer) begleitet den 80-jährigen Protagonisten beim Heim-Gang und der sukzessiven Auflösung seiner „dinglichen“ Beziehungswelt und stellt sich zweitens dabei eigenen Fragen, Vorstellungen und Ängsten, die sich aus diesem „Erleben“ schleichender Auslöschung geradezu aufdrängen.

Diese Recherche, als Basis für eine Stückentwicklung, die sich in dramatischer Form den kulturellen Herausforderungen der alternden Gesellschaft stellt, spielt mit diversen Ideen für die Zukunft des Alterns, insbesondere solchen, die ein Dabeisein wollen auslösen.