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Was ist geworden aus der einst so bunt zelebrierten Willkommenskultur?

Wo ist sie hin die positive Einstellung von Bürgern, Politikern, Unternehmern, Bildungseinrichtungen, Sportvereinen zu Migranten?

Selbst unter den Tieren herrscht Abkehr, wenn es darum geht, verwaiste, hungerleidende nach Obdachsuchende aufzunehmen.

Was zu viel ist, ist einfach zu viel! "Schleicht sich ein mit leeren Taschen und will bloß unsern Kuchen naschen! Was sich die Tagediebe denken, man sollte sie im Fluss ertränken!"

 

Schon allein wegen des Sprachwitzes, ich bin ja durchaus Paarreimfan!, und der Musikailtät war Samuil Marschaks Märchen Das Katzenhaus in der Hörfassung von AMIGA schon immer eines meiner Lieblingsmärchen.

Die Parallelen zum Heute und der Frage woran Gastfreundschaft scheitern oder wie und unter welchen Umständen sie glückreich sein kann sind einfach lesbar und müssen nicht im Grunde nicht extra betont werden.

Über die neuerliche Zusammenarbeit hoch erfreut, werden wir auf dem Terrain der VILLA FREISCHÜTZ sowie aus ihr selbst herausspielend, ein kleines Stationen Theater für unser Publikum ausrichten. Ein richtiges Familientheater welches groß und klein anregen soll darüber nachzudenken warum Theater so geil ist und ob die Erkenntnis, dass wir selbst auch schnell die von Not Betroffenen sein können, Auswirkungen auf den Umgang mit Hilfesuchenden hat.

Lieder, chorisch gesprochene Erzählstränge, ein Panoptikum an tierisch tollen Figuren in dynamischen Szenen und viele funky Bühnenbildelemente werden von einem Hammer Ensemble performt. Es spielen: Magdalena Schwellensattl, Markus Westphal, Laura Masten, Richard Fouqueau, Bettina Mayrhofer, Oswald Waldner und an der Ziehorgel Gertraud Mair.

Für die Kostüme wird sich Mirjam Hellrigl ins Zeug legen und uns mit einem Mix aus Recycle und Selbstgenähten begeistern.

 

Premiere: 25. Mai 2024 in der Villa Freischütz Meran

 

 THEATER 

Das Katzenhaus 

eine Fabel von Samuil Marschak

 

erste Großproduktion von Praxenknecht E.O
Familientheater in der Villa Freischütz in Meran/Südtirol

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 AUTORIN 

Verschlusssache Eisenach III-
LETZTE VORSTELLUNGEN

Diesmal als Autorin für ein politisches Theaterstück am Theater am Markt in Eisenach engagiert.

Im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen und bei gefürchtetem Ausgang, stellt sich dem Theater am Markt/TaM die Frage nach zukünftiger, ja eh schon zynisch knapper Finanzierung des Theaters am Markt durch die Stadt neu.

Die Brisanz sowie Beispielhaftigkeit der von der AFD geplanten und unverhohlenen Ankündigung von Cancelungen vieler kultureller Einrichtungen erregt mich als Künstlerin und Thetaerschaffende natürlich sehr.

Als Autorin habe ich gesagt, dass das natürlich guter Stoff ist: Die potenzielle Schließung eines Theaters durch eine rechtsextrem verfasste Partei, die möglicherweise von den Bürgern der Stadt mehrheitlich gewählt wird.

 

Nun werde ich einen Text verfassen der sich klar zum WORST CASE Szenario "Was, wenn die AFD die Wahlen gewinnt?!" positioniert, bemüht ist kontroverse Meinungen abzubilden und Haltungen dazu einnimmt.

 

Ausgangspunkt ist unter anderem das generierte Material einer Bürgerbefragung in Eisenach, die thematisch um die bevorstehenden Wahlen kreiste. Ich habe Fragen gestellt. Etwa: Was regt die Eisenacher*innen auf, welche Politik könnte daran etwas ändern, wo gibt es Handlungsbedarfe und was wird werden?

Im Kern ging es mir darum, Aussagen und Antworten auf die Fragen aller Kulturen zu generieren, wir WIR (was könnte das wohl sein?) morgen leben werden, wollen, können? Was fürchtet der Bürger, was regt ihn auf, zieht ihn runter?

Die Antworten fallen sehr düster aus, will sagen beinahe schon dystopisch. Sehr anregend für die Autorin!

Verschlussache Eisenach 3

Was könnte passieren, wenn Rechtsextreme wieder Wahlen gewinnen?

Wird es noch Bürgergeld geben? Welche Kultureinrichtungen werden gecancelt? 

Wer darf noch im Land arbeiten oder sich wie bilden?

Wohin sind zahlreiche Asylsuchende verschwunden?

Was ist, wenn wir die ökologischen sowie sozialen Klimaziele nicht schaffen?

Was ist, wenn die Digitale Revolution unsere Kinder frisst?

Was, wenn Demokratie in eine Autokratie überführt wird?

Könnte der neue Reichstag seinen Hauptsitz in die Wartburg verlegen? Raus aus dem versifften Berlin.

Zwischen welchen Diktaturen können wir wählen? Ökologoische Diktatur, faschistoider Diktatur, Diktatur der reinen Vernunft?

Wohin mit den vielen Alten auf einem übervölkerten Planeten? Sind sie noch genießbar?

Wem steht der Verbrauch von fossiler Energie zu?

Wie könnte das konkret in Eisenach aussehen?

Und ist das nicht alles ein bisschen übertrieben?

Wozu das ganze Theater?

 WEITERBILDUNG 

Biographisch Dokumentarisches Theater /
UDK Berlin Zertifikatskurs

Von Januar bis Juli bilde ich mich für meine Theaterarbeit, die ja zunehmend dokumentarischer und biographischer wird, mit einem Zertifikatskurs Biografisch-Dokumentarische Theaterarbeit am Berlin Career College der Universität der Künste weiter.

Mir werden theoretische Grundlagen sowie praktische Techniken der künstlerischen und Theaterpädagogischen Arbeit mit biografischen Elementen und deren gesellschaftspolitischen Kontexte vermittelt. 

Was mir besonders gut gefällt und mich beim Auswahlworkshop stark inspiriert hat ist, dass der Bereich Tanz und Bewegung einen besonderen Stellenwert bekommt.

In diesem Kurzstudium werde ich Formen des recherchebasierten Arbeitens, die Erstellung und Improvisation eigener Texte und Bewegungen als mögliche Ansätze zur biografisch -dokumentarischen Theaterarbeit erlernen, erproben und reflektieren.

Im Focus der Weiterbildung stehen die Entwicklung und Regie szenischer Formate für unterschiedliche Zielgruppen, dramaturgische Methoden und interdisziplinäre Arbeitsweisen.

            

Kursleitung: Choreographin  Birgit Freitag und Theaterregisseurin Gudrun Herrbold

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 WIEDERAUFNAHME 
Loriot - alles nur keine Sketche!

Auf Grund der Nachfrage gibt es im April Zusatztermine für unsere kleine Theater Sitcom!

Eine Produktion vom Eventtheater Brandenburg an der Havel

 

Von und mit | Alexandra Wilke und Michelle Schmidt

Gäste | Hank Teufer und Detlef Franke

 

In Szenen einer modernen Hausgemeinschaft, ohne Fernseher, aber mit Sofa, feiern Frau Schmidt und die Alex Loriots 100.Geburtstag und ein bisschen auch Jimi Hendrix 80igsten.
Wer später stirbt ist halt auch kürzer tot. 
Sie fragen sich, wie dieser Mann mit Landgut, Schieberhut, und Aristokratenhumor, heute ein Denkmal deutschen Humors, so populär werden konnte, dass es heute eine 20 Euro Sammlermünze benötigt, um seine Knollennasenmännchen, also Loriots, aus erregungsärmeren Zeiten, wo Zukunft noch besser war, wieder in Wert zu setzen. Was wird denn auf lange Sicht bleiben von Loriots gestammelten Werken in einer Zeit, in der Tempo und Witz gefragt sind, um dem grassierenden hemmungslosen Leiden an uns selbst, der Niedergeschlagenheit und schlechten Stimmung angesichts täglich düster werdender Düsternis und scheinbar auswegloser Lagen zu entkommen? 
Ja was? 

Der gegenwärtig viel beschworenen Zeitenwende samt ihren metastierenden Menetekeln mit Humor zu begegnen, ist mit dem Habitus eines Loriots nicht mehr zu schaffen. Auf der Suche nach anderen Kommunikationsgestörten treibt es die rastlosen Menschen nun scharenweise aus ihrer häuslichen Geborgenheit in die Theater, um mit Deutschlands wohl unbekanntestem Comedy Paar Frau Schmidt und die Alex diesen scheiß Geburtstag zu feiern. Dabei wollen Frau Schmidt und die Alex, und auch die Gäste Täufer und Franke keine Klone Loriots und schon gar nicht Jimmy Hendrix sein. In der Hommage an den emeritierten preußischen, in Brandenburg geborenen Spaßvogel in Form einer musikalisch aufgeladenen Sitcom wird er zerpflückt, nur wenig kopiert, selten beklaut, neu zusammengebaut und mit Eigenem versetzt. 


Ein subversiver Blick auf den Alltag, in dem die Mittelschicht unaufhaltsam an die Abbruchkanten gedrängt wird.

Spieltermine: 20. und 21. April 2024

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 Kritiken  : 

 Dokufilm 

Kiez Beatz in Hohenstücken!  

Kleine Dokureihe mit Alex/Schmitdt/WBG

Hohenstücken lebt! 

WER genau lebt hier und WIE?

WEN verschlug es WARUM hierher?

WANN geht hier WER WARUM auf die Straße und WANN WARUM und WO besser nicht?

WO ist hier WAS los?

WER weiß WAS über WEN oder würde gerne mal WAS wissen?

WIE haben sie sich hier kennengelernt oder wiedergetroffen?

WO treffen sich hier welche Menschen? Wo tun sich Geschichten auf?

Gibt es viel Einsamkeit? Viel Gewalt? Wie oft wird der Krankenwagen hier in der Woche zur Schule gerufen?

Wie oft der Kindernotdienst alamiert? WIE laut ist Hohenstücken? Und kann man hier gut Essen gehen? 

Hat jemand schon mal Füchse hier gesehen? Wie finden wir den ältesten hier lebenden Menschen? Wie den am weitesten hergereisten?

Was halten die hier Lebenden von der Idee einen Gemeinschaftsgarten zu erbauen?

Und kann die im Bürgerhaus nen Sprachkurs absolvierende Seniorengruppe besser Englisch als wir?

 

Frau Schmidt und die Alex erschließen im Auftrag der WBG den Hohenstückener Kiez und suchen die Begegnung mit seinen Bewohnern.

Es werden 6 kleine Dokumentarfilme in Eigenregie entstehen. 

Ich liebe Arbeit an frischer Luft!

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 MUSIK 
Wir machen eine Schallplatte - "Balkontheater"

Bei den Vorstellungen unseres Balkontheaters gab es zahlreiche Nachfragen aus dem Publikum wo sie nun die Lieder aus dem Stück hören oder kaufen könnten.

Die WBG zögerte nicht lange und macht es anlässlich ihrer70igsten Jubiläumsfeier möglich. 

Wir nehmen eine Platte mit meinen Liedern auf. Sebastian Block ist unser super Produzent und der WBG Chor singt auch mit.

800 Exemplare , die aber nicht verkauft sondern verschenkt werden.

Juu, ich liebe Jubiläumsfeiern!

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 KOLLEKTIV 

MACH DIR NE PLATTE!

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EWG Eisenhüttenstadt

von und mit | Alexandra Wilke, Michelle Schmidt und Detlef Franke

 

Befeuert vom Balkontheater habe ich eine GbR MACH DIR NE PLATTE! gegründet. Gemeinsam mit Michelle Schmidt und Detlef Franke wollen wir als künstlerisch didaktisch arbeitendes Kollektiv unsere partizipative Arbeit in Neubaugebieten der ehemaligen DDR fortsetzen .

"Wir machen uns ne Platte!" über die Frage aller gemeinsamen Kultur, wie wir morgen leben wollen, insbesondere in und mit der Platte. Wir sammeln und  erzählen zahlreiche und nachvollziehbare Episoden von der großen Geschichte der Plattenbausiedlungen und ihren Bewohner:innen im Osten der Republik, von ihren Anfängen bis in die Gegenwart.

In Form eines Balkontheaterspiels, welches wir vor Ort möglichst unter Einbindung dort lebender Menschen erarbeiten und erproben, feiern und befragen wir mit den Anwohnenden das Leben in der Platte und  das natürlich Theater spielen!

Spieltermine: 15. und 16.Juni 2024 in der Holzwolle in Eisenhüttenstadt

 BALKONTHEATER 

Sommer im Neubaugebiet Teil 3

in Hohenstücken Brandenburg an der Havel    

Von und mit | Alexandra Wilke, Michelle Schmidt  und Detlef Franke

 

Na super! Pünktlich zur 70 Jahre Jubiläumsfeier der WBG Genossenschaft wird unser Block in Hohenstücken saniert. Alles wird schick und neu gemacht. Neue Fenster, neue Türen, neue Briefkästen, sogar ein Fahrstuhl wird neu angebaut, neue Nachbarn, neue Balkone. Alles wird saniert und bunt angemalt. Wir sind quasi künstlerisch obdachlos geworden.

Wo sollen Frau Schmidt und die Alex denn nun bloß ihr Balkontheater spielen, wenn alles im Bau ist?

Na ihr werdet staunen! Ganz im Stile von Landschaftstheater wagen sich Frau Schmidt und die Alex nun direkt in die Mitte des Quartiers. Zwischen poetisch hügelnder Wiesenlandschaft, Spielplatz, ihrem Survival Basislager und nem mobilen Pizzawagen treffen sie letzte Vorbereitungen für ihren großen Überraschungsakt den sie für die WBG vorbereitet haben. Aber das Leben draußen ist kein Zucker schlecken. Die Orientierung im Freien , Beschaffung von Notnahrung und Wasser, Hygiene, Feuermachen, Feinde abwehren haben Spuren bei beiden hinterlassen und sorgen für manchen Zwist. Hat Frau Schmidt, die viel lieber mit Herrn Franke Bäume umarmen und heilige Schamanenrituale durchführen würde den Ernst der Lage erkannt? Während die Alex Freiluft letzte Texte für die Show in die Schreibmaschine hackt und den WBG Chor noch einmal ordentlich Regie macht nisten Tauben im ersten Stock. Wie kann es sein, dass in den 90igern ganze Horden von gewaltbereiten Jugendlichen in den Neubaugebieten mäanderten? So schön vom Balkon aus, von der sicheren Seite war es bequem und einfach über die Vergangenheit im Neubaugebiet zu erzählen. Sich zu erinnern und zu reflektieren. Aber nun, so ausgesetzt und schutzlos ploppen alte Traumata bei Frau Schmidt und der Alex auf.

Haben wir wirklich wochenlang alle Tiefkühlpizzasorten durchprobiert MTV und VIVA geschaut nur um nicht raus ins Gebiet zu müssen und eventuell "aufgeklatscht" zu werden? Die Aufarbeitung mit dieser Materie ist wie immer durchaus humorvoll und mit neuen Liedern gespickt.

Frau Paul, Frau Müller, Frau Struschpa, Daniala, Koko Caroline, Karl und die Tochter von Frau Paul und viele andere sind auch da und packen Storys aus.

Spieltermine: 23. und 24. August 2024

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 RECHERCHE 

Mann verschwindet

gefördert durch die Sächsische Aufbaubank-Förderhilfen

Protagonist | Detlef Westphal

Text | Johanna Kaptein

Soundkunst | Jari van Gohl

Audiovisuelles | Andreas Lichtwald

Fotografie und Dramaturgie | Detlef Franke

Modellbau | Hanna Ewerszumrode

Schauspiel | Markus Westphal | Melanie Schmidli

Regie und Konzeption | Alexandra Wilke

Noch nicht heimgegangen; in ein Heim gegangen. Mit amtlichem Brief und Siegel aus der eigenen Behausung (end-)gültig geworfen. Ein Mann im „vierten Alter“ 1 mit Handicap (Parkinson). Verbeamteter Ordnungshüter ohne Familienbande und einem Faible für das Wetten auf den Ausgang von Pferderennen findet zufällig die hier Recherchierende.

Ebendiese, der das Alter fern schien, verharrte davor mainstreamig im Assoziationsraum „Jung“.

Jetzt, unmittelbar konfrontiert mit Fragen, was es für Konsequenzen zeitigt in einer Gesellschaft zu altern, die ausschließlich „junge“ Attribute (Flexibilität, Mobilität etc.) einzufordern scheint, macht sich Ratlosigkeit breit.

Wo sind die Rollenideen für diese Generation der „Alten“? Woher meine Angst vorm älter werden?

Was passiert mir und einer Gesellschaft, wo das, was für Jüngere gilt auch für die „Alten“ zur Norm geworden scheint? Wollen und machen dann „alle“ ihr Leben lang dasselbe? Was blüht mir, dem Pferdenarr und einer Gesellschaft, die das „Schicksal“ derer, die aus dieser „Norm“ fallen weitgehend ignoriert? Verleugnen wir uns selbst, wenn uns das nicht kümmert?

Mehr als genug Gründe dem Debattenraum „alternde Gesellschaft“ eine theatrale Komponente hinzuzufügen. Diese basiert auf eine, sich wechselseitig aufeinander beziehende, zweigleisige RECHERCHE: ein kleines Team (Recherchierende/Regisseurin, Autorin, Dramarturg, Sounddesigner, Filmer) begleitet den 80-jährigen Protagonisten beim Heim-Gang und der sukzessiven Auflösung seiner „dinglichen“ Beziehungswelt und stellt sich zweitens dabei eigenen Fragen, Vorstellungen und Ängsten, die sich aus diesem „Erleben“ schleichender Auslöschung geradezu aufdrängen.

Diese Recherche, als Basis für eine Stückentwicklung, die sich in dramatischer Form den kulturellen Herausforderungen der alternden Gesellschaft stellt, spielt mit diversen Ideen für die Zukunft des Alterns, insbesondere solchen, die ein Dabeisein wollen auslösen.

Mann verschwindet
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